Blutegel

Blutegel- die kleinen Helfer aus der Natur

Der Blutegel gehört in die Gruppe der Ringelwürmer, diese sind eng verwandt mit den Regenwürmern. Schon seit Jahrtausenden wird der Blutegel bei allerlei Erkrankungen angesetzt. Im 18. Jahrhundert gab es einen regelrechten Boom und im 19. Jahrhundert ist die Therapie mit dem Blutegel fast in Vergessenheit geraten.

Die Blutegel bestelle ich aus Zuchtstationen. Sie werden dort nur für medizinische Zwecke gezüchtet.

Die Wirkung
Sehr häufig kommt es zum Rückgang von Schmerzen nach einer Behandlung mit Blutegeln. Der Egel ernährt sich durch Saugen von Gewebeflüssigkeit aller Art, dabei beträgt der Blutverlust ca. 10ml und durch gewünschtes Nachbluten etwa 20-50 ml. Bei einem Biss durch den Egel wird aber nicht nur gesaugt, sondern auch ein Sekret in die Bissstelle abgegeben. Dieses besteht aus

  • Hirudin: wirkt wasserableitend und antibiotisch
  • Eglin: Gerinnungshemmung
  • Bdellin: Plasminhemmer
  • Hermentin: wirkt durchblutungsfördernd

 

Anwendungsgebiete (eine kleine Auswahl)

  • Kopfschmerzen/ Migräne
  • Tinnitus
  • Bluthochdruck
  • Venöse Erkrankungen
  • Rücken- Muskel- Gelenkschmerzen
  • Blutergüsse
  • Akute Gichtanfälle
  • Entzündung aller Art
  • Herpes Zoster
  • Hämorrhoiden
  • Wassereinlagerungen

 

Gegenanzeigen

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Blutarmut
  • bekannte Allergie gegen das Sekret der Blutegel
  • starke Abwehrschwäche
  • sehr schlechter Allgemeinzustand

 

Bitte beachten Sie, Blutegel sind kleine Sensibelchen. Falls Gewitter im Anmarsch sind, kann es sein, dass die Egel nicht beißen.

  • Am Tag der Behandlung bitte keine Duftstoffe wie Bodylotion, Parfüm, Salben, Duschgel benutzen.
  • Bringen Sie Zeit mit, der Egel saugt 20 Min. bis 2 Std..
  • Tragen Sie weite Kleidung, der Verband wird sehr groß.
  • Nehmen Sie sich an diesem Tag eine Auszeit und genießen die Stunden danach auf Ihrer Couch.

 

Begleiterscheinungen , Nachbehandlung
Ein Nachbluten ist wichtig und gehört zum Behandlungsziel. Es kann bis zu 20h andauern.
Der Verband sollte dabei regelmäßig gewechselt werden. Veränderungen an der Bissstelle sind möglich und es kann ein Juckreiz auftreten. In den seltensten Fällen kann es zu Kreislaufreaktionen kommen.